Altstadtromantik in Heiligenhafen

Im Norden des östlichsten Schleswig-Holstein im Kreis Ostholstein befindet sich das Ostseeheilbad Heiligenhafen. Mit dem Auto gut zu erreichen über die A1 und die B207 bzw. mit der Bahn über Oldenburg i.H. ist dieser Ferienort beliebtes Ziel für Kurz- oder Jahresurlauber, Erholungssuchende oder sportlich Aktive.

Der Fischerort Heiligenhafen hat seinen Ursprung bereits im 13. Jahrhundert.

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Die Kolonistendörfer Helerickendorp und Tulendorp bildeten den Kern des städtischen Areals. Sie lagen im Westen und Osten des heutigen Altstadtgebietes. Die Dörfer Karstinebuerfeld, Küstorf und Vrysgud kamen dann hinzu. Sie alle bildeten die Gemarkung Heiligenhafen.

Über die erstmalige Verleihung der Stadtrechte gibt es keine exakten Quellen. Die Verfasser der verschiedenen Stadtchroniken gehen jedoch davon aus, dass diese etwa um 1250 herum erfolgt ist. Urkundlich nachweisbar wurde Heiligenhafen 1305 von Graf Gerhard II. auf seinem Schloss in Grube mit dem Lübschen Recht belehnt. Hiernach galten die Heiligenhafener als Bürger und konnten im Gegensatz zu der im Umland wohnenden Bevölkerung nach eigenem Recht richten. Wahrscheinlich war die Urkunde aber nur eine Bestätigung für schon früher verliehene Rechte, denn bei jedem Regierungswechsel musste sich die Stadt das Privileg erneut bestätigen lassen.

Wichtig waren ebenso die Handelsprivilegien, die der Stadt von ihrem Landesherrn erteilt worden waren. 1325 stellte Graf Johann III. eine Urkunde aus, wonach die Heiligenhafener ihre eigenen Erzeugnisse zollfrei ausführen durften.

Mit diesen Vorrechten versehen, blühte die Stadt auf. Sie wurde Hauptausfuhrhafen des Oldenburger Landes.

Auch heute ist noch viel von der Altstadtromantik zu spüren. Ein Bummel durch die Straßen lohnt sich. Die vielfältigen Geschäfte machen Einkaufen zu einem echten Urlaubsvergnügen.